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Tanja Heitmann - Morgenrot

Morgenrot

 

 

Es dreht sich hierbei um die Geschichte von Lea und dem Vampir-Verschnitt (eben eine etwas andere Art Vampir) Adam. Sie beginnt viel versprechend in Osteuropa an einem verschneiten Tag und mit einem Mann, der nach Schnee riecht.

Ein hübscher Schutzumschlag und eine Überraschung, wenn man ihn abnimmt. Das Buch an sich changiert im Licht zwischen Gold und braun. Meistens stehen hübsche Umschläge für Bücher, die mit Liebe gearbeitet wurden, doch leider waren das leere Versprechungen. Sprachlich eine reine Katastrophe - wieder so ein Buch, wo es mir in den Fingern zuckte, einen Bleistift zu nehmen und in Lehrermanier die Rechtschreibfehler anzustreichen. Und die Partizipialkonstruktionen. Wo ist das Lektorat?

Die Story hat es einigermaßen gerettet, war aber auch nur Mittelmaß. Es war durchlesbar. In der Mitte fast etwas lustlos. Hochspannend war es leider nicht und stilistisch eher trocken, was natürlich auch nicht so mein Geschmack ist. Sich in irgendeiner Weise mit der männlichen Hauptfigur zu identifiziern, fällt sehr schwer. Einige Stellen sind schwer bis gar nicht nachvollziehbar, wie beispielsweise, die Rückblende nach dem Prolog, die nicht als solche erkennbar ist, oder die Figur der Pi, das Wesen Adams/ seines Dämons.
Die Figuren sind oft wie Fäden, die nicht richtig verwebt sind. Sie fügen sich nicht richtig in die Geschichte ein.

Die Geschichte hätte sicherlich mehr Potential gehabt, wenn das Lektorat der Debütantin ein wenig mehr unter die Arme gegriffen hätte. Einige Anfängerfehler hätten sicherlich behoben werden könenn. Schade drum. Denn die etwas andere Liebesgeschichte hätte sicher ihren Reiz gehabt.

Aber leider ist es oft ein schönes Cover und eine beabchsichtigte Ähnlichkeit zur Biss-Reihe (die sich bis in den Klappentext fortsetzt: "Kann man einen Vampir lieben?" - obwohl Adam nur schwer als Vampir zu bezeichnen ist) die uns zum Kauf bringen.

16.9.10 13:20


Monika Felten - Die Königin der Schwerter

Die Königin der Schwerter Die Journalistikstudentin Sandra sammelt Affen in jeder Form, und deswegen kann sie auf einer Auktion einer Affenskulptur nicht wiederstehen. Doch seit sie sie besitzt, wird sie von Träumen einer fremden Welt geplagt. Sie stellt fest, dass in ihr die wiedergeborene Seele Zarifes steckt, die in ihre Heimat zurückwill. Es ist sehr schwierig, dieses Buch zu beurteilen. Auf der einen Seite ist es spannend geschrieben und nicht leicht aus der Hand zu legen. Mit Sicherheit ist es nicht langweilig oder weist gar große sprachliche Mängel auf! Trotzdem halte ich es erzählerisch nicht gerade für ein großes Meisterwerk. Erstens fand ich die Story sehr durchschaubar, fast als würde ich es selbst schreiben, wußte ich immer, worauf es am Ende hinausläuft und kannte den ungefähren Weg dorthin. Zweitens wurde mir, gerade am Anfang sehr wenig erklärt, was mich teilweise regelrecht geärgert hat. Zum Beispiel beginnt die Geschichte in unserer Welt mit der Auktion. Am nächsten Morgen hat Sandra Freundinnen zu Besuch und es wundert mich, dass niemand zur Arbeit gehen muss oder in die Uni. Erst der nächste Absatz beginnt mit "Am Sonntagmorgen erwachte..." Dieses Problem zieht sich weiter, auch durch die Fantasywelt, wo am Anfang viel offenbleibt. Ich habe mir wenigstens eine Landkarte im Buch gewünscht, um zu verstehen, wo die Orte liegen und wie weit sie von einander entfernt sind usw. Drittens: Zu viele Perspektiven. Es werden zu viele Personen angerissen, die sehr wenig eigenes Gefühlsleben oder Charakter haben, der Leser soll sich mit den jeweils gerade erzählenden Figuren identifizieren, und das kann er nicht, und soll er in diesem Fall auch offenbar nicht, denn viele werden einmal "benutzt" und dann fallengelassen. Aber auch gute Figuren, die der Leser durch eine sehr schlimme Zeit begleitet hat, (Ich spreche hier von Tiseas Vergewaltigung, die mich als einziges im Buch emotional sehr erschüttert hat, die aber dramaturgisch keinen weiteren tieferen Sinn zu haben scheint, und nicht entlohnt wird, im Gegenteil) werden einfach fallen gelassen und sterben wie Fliegen. Es wird nicht ernsthaft versucht, die Guten zu retten, wie man das erwartet, aber auch für mich nicht überzeugend abgewägt, dass sie nicht zu retten sind. Diesen Punkt fand ich persönlich sehr schlimm. Das führt mich auch zu viertens, eine gewisse Oberflächlichkeit und Emotionslosigkeit begleitet die Figuren, was sicherlich auch in drittens begründet ist. Trotzdem, und das möchte ich betonen, ist es kein schlechtes Buch. Es ist sicherlich ein Pageturner und gute Unterhaltung, wenn auch leider kein Buch, das mich begeistert hat. Wirklich schade, dass es so seicht geworden ist, denn es hätte wenentlich mehr Potenzial daringesteckt.
16.9.10 13:15


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