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Sylvia Madsack - Melodie der Nacht

Melodie der Nacht

 

 Ich habe dieses Buch von meiner besten Freundin zum Geburtstag bekommen. Der Klappentext war das Versprechen von düsterer Romantik, einem Klassiker.

Leider war es eine herbe Enttäuschung. Wiedermal gebe ich dem Lektorat die Schuld, einer Anfängerin nicht gründlich genug geholfen zu haben. Eine zu große Hast scheint den Markt erfasst zu haben, etwas abzusetzen, ich weiß es nicht. Es gab Rechtschreibfehler en masse.

Die Figuren gingen nicht sonderlich tief, ich konnte mich mit keiner von ihnen identifizieren. Weder mit Daphne noch mit Stanislaw, der wie eine Kasperlefigur eines echten Vampirs wirkt. Trotz rumänischer (ja tatsächlich) Ahnenreihe und Grafentitel.
Das einzige, auf das fast schon zu viel Beschreibung verwendet wird, ist das Interieur des Lokals, das Stanislaw betreibt.

Am schlimmsten fand ich die Dialoge: sobald gesagt worden war, was gesagt werden musste, verabschiedeten sich die Figuren, wenn es Daphne war, kam Stanislaw mit ihrem Mantel angewieselt und sagte, sie müßte gehen.

Die Story blieb flach. Die Handlung hätte auf drei Seiten platz gefunden. Es gibt keine Abgründigkeiten, keine Widerlichkeiten, nichts besonders. Es gibt nur wenig Schauplätze, die sich abwechseln, gespickt mit einigen Erinnerungen aus dem Leben des Grafen. Alles in allem, liest es sich wie ein Kinderbuch, mehr ist es in keinem Fall.
Ich möchte keinen Plagiatismus-Vorwurf machen, und Bram Stoker (gest. 1912) ist ja auch schon 70 Jahre tot, aber die Szene, in der Stanislaw auf der Burg seines Onkels, der ihn zum Vampir macht, ankommt: Der Kutscher fährt nicht weiter, Stanislaw (oder Jonathan Harker???) wird von einer gespenstischen Kutsche des alten Grafen abgeholt, Fahrt durch gruselige Landschaft usw. - das ist doch, soweit ich mich erinnern kann, genau die selbe Handlung wie in Dracula!
Tut mir leid, dass diesmal wirklich kein gutes Haar bleibt. Vielleicht sehen das ja andere anders.

16.9.10 13:05
 


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