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Grabwächter

Grabwächter

Informationen: Länge: 2.212 Wörter, ca. 4 Seiten

 

Der späte Nachmittag fiel mit schrägen orangeroten Sonnenstrahlen auf den Stadtfriedhof Ergelerbach. Die Bäume, die die Gräber säumten, ließen bereits die ersten herbstlichen Blätter fallen und es war still.
Nur einige Vögel sangen, doch die störten die tiefe, tröstende Ruhe weiter nicht, die so manchen Spaziergänger überkam. Ein Blick in die marmornen Gesichter der Figuren, der in Stein manifestierten Trauer und lindernde Ruhe half, für einen Moment den eigenen Schmerz zu vergessen.
Vielleicht war es auch die überwältigende Schönheit, die so manchen Spaziergänger gerade an diesem Grab innehalten ließ, der auf fast grausame Weise anrührende Schmerz, den der Steinmetz im Gesicht dieses Engels so überaus lebendig eingefangen hatte.
Das Grab jedoch, auf das dieser Engel herabblickte, war verwahrlost und fast überwuchert von Efeu und Buchsbaum. Der verwitterte Grabstein verwies auf Lebensdaten, die mehr als 200 Jahre zurücklagen. Zwei Personen, die am selben Tag gestorben waren. Doch dafür hatte kaum jemand einen Blick.
Vielmehr löste der Baum, der neben dem Grab stand, Erstaunen aus, denn so einen, darüber war man sich einig, hatte man noch nicht gesehen.
Von ihm löste sich nun ein wulstiges Blatt und fiel dem Engel auf die Schulter. Doch auch in der Stille des vom Stadtlärm abgeschirmten Gottesackers fiel das leise Zischen, das der Cherub daraufhin von sich gab, kaum auf.



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28.7.07 00:44





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