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Kassandraschreie

Kassandraschreie

Der folgende Text ist nicht typisch für mich. Es ist ein historischer Krimi, den ich vor einem Jahr bei einem Krimiwettbewerb eingereicht habe. Ich hoffe, er gefällt trotzdem.

 

 

„Verdammt!“ Mike Polkioff fluchte. Dass ihm das aber auch passieren musste! Gerade ihm.
Auch die anderen Männer, die zusammen mit Mike das tonnenschwere Stahlteil getragen hatten, schimpften. Das vermaledeite Biest war ihm aus den Händen gerutscht und hatte sich zentimetertief in den schlammigen Boden gebohrt. Wenn es sich verbogen hatte, wäre das eine Katastrophe! Wenn der Space Shark nicht fahren konnte, eine neue finanzielle Krise. Der „Shark“ war die Hauptattraktion auf dem diesjährigen Arolser Viehmarkt, das Standgeld war teuer gewesen, der Kredit für das Karussell der Superlative noch nicht zurückgezahlt. Sein Vater würde ihn erschlagen!
Vincent, ein Mann von Mitte fünfzig und bester Freund seines Vaters kam hinzu und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Komm, Junge, wir ziehen es raus, es wird schon nicht so schlimm sein. Los, pack an!“
Mit vereinten Kräften zogen sie es heraus. Zum Glück war das Teil heil geblieben. Oder doch nicht? In dem Loch schimmerte etwas weißlich.
Mikes Neugier gewann die Oberhand. Er blickte sich um. Nebenan waren zwei Männer damit beschäftigt, über der Seitentür der Reithalle ein Schild mit dem Namen des Festwirtes anzubringen Sie wandten ihm den Rücken zu. Weiter entfernt im Gerüst des Riesenrades turnten etliche Männer geschickt wie Affen im Gestänge herum. In der allgemeinen Hektik, den Jahrmarkt rechtzeitig aufgebaut zu bekommen, achtete niemand auf ihn. Während die anderen das Stahlteil mit Vincent forttrugen, grub er den hellschimmernden Gegenstand aus. Es war ein vergilbter menschlicher Schädel...

 


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21.8.07 15:47





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