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-- Prolog

Prolog - die Frage der Schuld

19-jährige Abiturientin spurlos verschwunden
Gewaltverbrechen wird nicht ausgeschlossen.

Seit Montagmorgen gilt die 19-jährige Katja Sommerfeldt als vermisst. Sie wurde zuletzt von ihrer älteren Schwester gesehen, als sie sich auf den Weg zu ihrer ersten Abiturprüfung machte. Doch in der Schule kam sie nie an.
Die Gesuchte ist 1,65m groß, sehr schlank und hat langes braunes Haar. Bekleidet war die Gymnasiastin mit schwarzen Nylonstrumpfhosen, einem lilafarbenen Faltenrock und einem schwarzen T-Shirt. Sie trug eine auffällige violette Schleife im Haar und hatte eine schwarze Umhängetasche bei sich.
Da ein Gewaltverbrechen nicht ausgeschlossen werden kann, bittet die Polizei dringend um Hinweise.

Prolog
Die Frage der Schuld




Im Lehrerzimmer war es still. Nur die Uhr tickte und die Lederstühle mit den dösenden oder arbeitenden Lehrern knarrten.
Sören Ubel saß über eine Klassenarbeit gebeugt, als die Tür so heftig aufgestoßen wurde, dass er vor Schreck die Heftseite zerknitterte.
Seit wann war er so nervös? Ja, seit diesem furchtbaren Abiklausurtag, seit…
In der Tür stand eine junge Frau, die sich mit brennenden Augen im Raum umsah. Wut verzerrte ihre aparten Züge und ihre kurzen feuerroten Haare standen in alle Richtungen ab. „Wo ist er?“, schrie sie.
Sörens Kollege Hans Asten erhob sich schwerfällig. „Meine Liebe, wen suchen Sie… ach, Kirsten, Sie sind das. Beruhigen Sie sich, mein Kind. Was möchten Sie denn?“
„Ubel“, zischte die junge Frau. Sören zuckte erneut zusammen. Auf einmal wusste er, wer die Frau war. Er stand langsam auf. Er fühlte sich ertappt. Dabei hatte er verdammt noch mal nichts unrechtes getan. „Ich bin das“, sagte er mit schleppender Stimme. Das komplette Kollegium starrte ihn an.
Kirsten Sommerfeldt stürmte auf ihn zu. „Was hast du mit ihr gemacht?“, kreischte sie.
„Kirsten, beruhigen Sie sich, so kenne ich Sie ja gar nicht!“, rief Herr Asten entsetzt. Er wollte nach ihrem Arm greifen, doch in diesem Moment stürzte sich Kirsten auf ihren Widersacher. Ihre Hände hielt sie vorgestreckt, als wollte sie Sören würgen.
Erschrocken trat er einen Schritt zurück. Asten ging zögerlich dazwischen. „Kirsten, wir bedauern alle, was ihrer Schwester passiert ist und hoffen, dass sie wohlbehalten zurückkehrt. Warum greifen Sie den Kollegen Ubel an?“
Eben, dachte Sören. Ich kann nichts dafür, wenn die dumme Gans einfach davonläuft.
„Dieser…“, schrie Kirsten mit sich überschlagender Stimme. Sie war nicht gewillt, sich beruhigen zu lassen, sondern schrie sich mehr und mehr in Wut. „Der…! Der… dieser Mistkerl hat meine Schwester verführt. Ich sage dir, wenn ihr was passiert ist, dann bist du schuld! Du weißt wo sie ist, du… du… sag wo sie ist! Du bist an allem schuld!“
Ihr anklagender Zeigefinger hing noch einen Moment zitternd vor der Brust des jungen Englischlehrers, dann brach Kirsty in Tränen aus.
30.3.10 20:04





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